Die Kurz-Strache-Regierung kombiniert das Schlimmste von beiden Parteien: Die Verachtung der Armen der ÖVP und den autoritären Rechtsradikalismus der FPÖ.

Können Sie sich noch erinnern, was sehr schnell nach der Wahl von Donald Trump einsetzte? Eine Rhetorik der Normalisierung, eine Art Schönreden: Man möge ihn erst arbeiten lassen … Wir werden das auch hier erleben, erleben es schon. Journalisten, die sich arrangieren, statt klare Kante gegen die Regierung zu fahren, … die politischen Schaumschläger, die uns erklären, man müsse die Regierung doch erst einmal „arbeiten lassen“. Arrangieren statt opponieren. Hinten reinkriechen statt glasklar dagegenhalten. Denn dagegenhalten ist ja anstrengend.

 Es muss für jeden und jede klar sein: Wir dürfen die vielen Menschen, die diese Regierung bedroht, die Bezieher niedriger Einkommen, jene, die ohnehin nicht mit goldenen Löffeln im Mund geboren sind, jene, die das Establishment verlacht und verachtet, die, denen jetzt Daumenschrauben angelegt werden sollen, nicht im Stich lassen.

Die Lage ist nicht schön. Aber gerade das ist ein Ansporn, klug und entschieden zu handeln. Nein, eigentlich mehr noch: Eine Verpflichtung.

Robert Misik in Salzburg: Das Schwarz-Blaue Projekt – und wie die rechte Welle gestoppt werden kann

Mittwoch, 11. April 2018 18 Uhr, Rudolfskai 42, Hörsaal 381