Wenig Erfreuliches gibt es von der Salzburger Landtagswahl zu berichten:

Den Rechtsparteien gelang ein durchschlagender Erfolg mit einem Stimmenergebnis von zusammen siebzig Prozent, dies alles  bei einer stark gesunkenen Wahlbeteilung von 65 Prozent. Auch die FPÖ schaffte noch ein Plus auf 18,8 Prozent, obwohl Altführer Karl Schnell als FPS noch zusätzlich 4,5 Prozent landesweit einfuhr. 

Bereits jetzt biedert sich eine nochmals geschwächte Sozialdemokratie als Juniorpartnerin für Haslauer an und irrlichtert sohin weiterhin inhaltslos durch die Salzburger Politlandschaft. Für eine Fortführung der bisherigen Koalition mit den in der schwarzen Regierungsumklammerung mehr als halbierten, ausgezehrten Grünen reichen nicht einmal die massiven Stimmengewinne der ÖVP.

Auch das Ergebnis von KPÖ+Plus begeistert wenig:

Durch die Neukandidatur im Bezirk Salzburg-Umgebung konnte die Stimmenanzahl zwar auf 1.013 gesteigert werden, in der Stadt ist aber ein Rückgang von 879 auf 659 (bzw. von 1,43 auf 1,19% Stimenanteil) gegenüber der letzten Landtagswahl zu verzeichnen. Ein Grund dafür ist sicherlich das für uns damals "günstige Klima" bei der letzten Wahl unmittelbar nach dem Salzburger Finanzskandal. Notwendig ist aber eine selbstkritische Analyse warum es uns trotz verstärktem Auftreten an der Öffentlichkeit nicht gelungen ist, stärkere Zustimmung zu erhalten.

Trotzdem: der Kampf geht unverdrossen weiter -bereits im März 2019 sind in der Stadt Gemeinderatswahlen, bei denen für ein Mandat zuletzt nur mehr wenige Stimmen fehlten.- Als "einzige Opposition" wird dabei KPÖ+Plus gegen eine "pluralistische Einheitspartei" auftreten, die bei allen immer so wunderschön ausgetragenen (Schein-) Gegensätzen unser herrschendes Wirtschaftssystem keineswegs auch nur ansatzweise in Frage stellt.